Wir sind reich beschenkt. Nicht nur, weil es uns immer noch im Vergleich zu vielen Ländern der Erde unglaublich gut geht. Wir sind reich beschenkt, weil wir durch Jesus Gott zum Vater haben, den Schöpfer und Erhalter der Welt.
Wenn wir in diesem Herbst einmal aufmerksam durch unseren Garten oder durch unsere wunderbare Landschaft gehen, dann können wir die Schönheit der Natur neu entdecken. Jetzt wechseln nach und nach die Farben vom saftigen grün des Sommers in die warmen Farben der Herbstzeit. Genießen Sie die Natur und das Spiel der Farben. Gönnen Sie sich dieses einmalige Geschenk, das direkt vor unserer Haustür auf uns wartet.
In dieser wunderbaren Zeit mag es sicherlich auch Menschen geben, denen bereits jetzt vor der kommenden Zeit schaudert. Es wird ihnen mulmig, wenn sie an die Zeit denken, die unweigerlich kommen wird: die Zeit mit Herbststürmen, Regen, Kälte, Schnee, glatten Straßen, hohen Heizkosten. Einige beschäftigen sich so intensiv mit den Dingen von morgen, dass sie die Wunder von heute überhaupt nicht mitbekommen. Sie machen sich Sorgen und haben dunkle Gedanken. Schade, denn sie verpassen sehr viel Schönes in ihrem Leben.
Darum sagt Jesus: „Sorgt nicht um euer Leben. Gott ernährt die Lilien und die Vögel. Sind wir denn nicht viel mehr?“ Nun wird bestimmt der eine oder andere kontern: „Frommes Gerede. Die Wirklichkeit ist anders. Sie zwingt uns, für die Zukunft Vorsorge zu betreiben. Es ist doch leichtfertig, so einfach in den Tag hineinzuleben, ohne an morgen zu denken.“
In diesen Tagen, wo ich diese Worte schreibe, hören wir in jeder Nachrichtensendung von den finanziellen Problemen der großen amerikanischen Banken und Finanzinstitute. Viele Amerikaner haben ihre Altersvorsorge auf Aktien dieser zusammengebrochenen Banken aufgebaut und stehen vor dem Nichts.
Immer wieder werden wir daran erinnert, dass wir unsere Zukunft nicht mit Geld oder anderen Vermögenswerten sichern können. Darum sollen wir nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen, so sagt es Jesus.
Reichtum lässt sich nicht nur in Euro und Dollar messen, sondern Jesus lehrt uns, die Augen auf zu machen und zu sehen, wie reich Gott uns schon beschenkt hat in seiner Schöpfung, zu der wir selbst auch gehören. Gott hat uns Menschen geschaffen und jeden Einzelnen mit unzähligen Fähigkeiten reich beschenkt.
Wenn wir uns Zeit nehmen, um uns zu besinnen und zu überlegen, ob wir denn alles brauchen, wonach wir trachten und streben, wird manches völlig unwichtig. Wir haben viele Fähigkeiten und Gaben bekommen, damit wir sie für andere einsetzen. Wäre das nicht auch ein Dankopfer für die reiche Ernte, die uns in diesem Jahr wieder geschenkt wurde. Lasst uns dankbar darüber nachdenken, wo wir die Not in der Welt etwas lindern können.
Herzliche Grüße
Ihr Hans-Walter Goldstein
Nachricht veröffentlicht am: 01.10.08
In der Rubrik: Andacht & Verkündigungen
Von: Hans-Walter Goldstein

